FAMILIENURLAUB IN SPANIEN AN DER COSTA BRAVA

21.07.2018

 

 

Unsere erste grosse Reise als Familie stand bevor. Ich konnte es kaum erwarten, meiner kleinen Perle die Wurzeln meiner Mama, meine Halbwurzeln und somit zu einem Viertel auch ihre Wurzeln zu zeigen. Das Land, die Sprache, das mediterrane Essen, die wunderschönen Landschaften und natürlich der salzige Geruch der Meeresluft gehören seit Anbeginn meines Daseins zu meinem Leben. Ich war so aufgeregt und gleichzeitig gespannt, wie meine kleine Perle auf das Land reagieren würde, das ich von Klein auf liebe. Ob sie mit dem Klimawechsel klarkommen würde? Ob sie sich mit dem spanischen Lebensrythmus anfreunden könnte? Ja und Ja. Es ist alles eine Frage der Zeit. Und Zeit hatten wir zur Genüge. Nach rund vier Tagen hatte sich meine Perle an das Klima mit 30 Grad am Schatten gewöhnt und war vollends angekommen.

 

Unseren Familienurlaub verbrachten wir mit meinen Eltern, meinen Grosseltern und natürlich unserer Hündin Marley an der Costa Brava. Gehaust wurde in einer wunderschönen Finca, die meine Eltern nun schon im zehnten Jahr für ihren grossen Sommerurlaub mieten. Kein Wunder also, dass es sich wie "nach Hause kommen" anfühlte. Die Finca befindet sich im ruhigen Örtchen Romanyà de la Selva, eine halbe Stunde Autofahrt südlich von Girona und etwa zwei Stunden nördlich von Barcelona. Die Ortschaft befindet sich rund zehn Minuten Fahrt vom Strand entfernt und liegt ganz in der Nähe der Urlaubsspots Palamós, Sant Antoni de Calonge und Playa de Aro.

 

Die Kombination aus Ferienhaus mit Pool und den nahegelegenen Touristenstädtchen war die perfekte Urlaubsmischung für uns. Tagsüber konnten wir bei der brennenden Hitze zu Hause entspannen, den Schattenplätzchen nachjagen und uns im Pool abkühlen. Gegen Abend, wenn die Sonnenstärke milder wurde und die kühle Meeresbriese über die Küste fegte, begaben wir uns an den Strand, spazierten durch die Städtchen, gingen in unserem Lieblingschiringuito essen (el chiringuito = die Strandbar) und schauten im Beisein hunderter Fantouristen die WM-Spiele in unserer Lieblingssportbar in Playa de Aro.

 

Ich hatte sogar etwas Mama-Zeit für mich. Besser gesagt: Yasmin-Zeit. Während sich meine Familie liebevoll um meine kleine Perle kümmerte, gönnte ich mir etwas Ruhe am Pool, ging mit meiner Mama in den Städtchen shoppen oder löste mit meinem Papa Sudokus um die Wette. Zwei Mal ging ich mit meinem Papa auf eine Tagestour mit dem Motorrad. Er hatte seins dabei, für mich haben wir eins gemietet (yep, ich bin Motorradfahrerin). Morgens um neun Uhr zogen wir los, fuhren über die Pyrenäen bis nach Frankreich und wieder zurück nach Spanien. Es waren umwerfende Tage, frei von allen Sorgen, den Blick nur auf die Strasse und das umliegende Naturschauspiel gerichtet. Es waren auch die ersten Tage, in denen ich meine Perle über acht Stunden nicht gesehen habe. Ob ich das mit meinem bevorstehenden Arbeitsbeginn Mitte August vergleichen kann? Ich glaube nicht, aber es war ein Anfang.

 

Und nach zwei Wochen kam er, der lang ersehnte Moment: Mein lieber Mann hatte endlich Betriebsferien in seinem Restaurant und flog zu uns nach Spanien. Jetzt waren wir komplett und mein Papa hatte etwas Testosteronverstärkung im Haus. In unserer letzten Urlaubswoche, in der es am heissesten war, badeten wir oft alle zusammen mit unserer kleinen Perle im Pool. Sie liebte es einfach. Wasserratte à la Mama halt. Einmal waren wir auch am Meer schwimmen. Für unsere Perle war das Wasser dann doch noch etwas zu kalt, sodass nur Mama in den Genuss des Salzpeelings kam. Ich wäre gerne mehr direkt am Meer gewesen, doch leider herrscht während der Hochsaison ein striktes Tages-Hundeverbot am Strand. Also steckten wir unsere Füsse wenn, dann nur abends ab 19.00 Uhr mit Marley und unserer Perle in den Sand. Wir gönnten uns auch eine Date Night, nur wir zwei, reden und lachen, essen und trinken. Dieser Abend war wundervoll und hat uns als Paar - nicht als Eltern - auf ein Neues enger zusammengeschweisst. Denn wie Eltern allzu gut wissen, bleibt die Beziehung mit Kleinkindern oft auf der Strecke. Wir geben uns aber alle Mühe, sowohl im Urlaub wie auch im Alltag wertvolle Wir-Zeit einzuplanen und schaffen es meistens auch, sie durchzusetzen.

 

Rückblickend betrachtet war es einmal mehr ein wundervoller Urlaub in meinem geliebten Spanien. Für alle diejenigen, die noch keine Urlaubsideen haben und gerne mit ihren Kiddies ans Meer mit viel Abwechslung für Klein und Gross möchten, kann ich die Ortschaften Palamós, Sant Antoni de Calonge und Playa de Aro wärmstens empfehlen. Zurück in unserem geliebten Zuhause heisst es für uns schon ganz bald wieder "tschüss Schweiz" und "hallo Menorca". Wie dieser Urlaubsort - dieses Mal in einem Ferienhotel - werden wird, lassen wir uns gerne überraschen.

 

Bild © Hotel Mama Mia

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