WINDELN IM EIGENTEST: WER IST DIE BESTE IM GANZEN LAND?

10.06.2018

 

Wir kennen sie alle, die beste Freundin des Babys: die Windel. Im Durchschnitt benötigt ein Kind rund 4'500 bis 5'000 Windeln, bis es trocken ist. Das schenkt dem Geldbeutel ganz schön ein. Die Auswahl der treuen Gefährtin sollte daher gut überlegt sein. Doch welche Windel ist bei der riesigen Auswahl in den Kaufhäusern denn wirklich die beste? Nach tagelanger Lektüre von Windeltests und kontroversen Empfehlungen im Internet habe ich beschlossen, selber einen Windeltest durchzuführen. Testperson: Unsere kleine Perle. Schliesslich suchen wir ja die perfekte Windel für sie, nicht für ein Durchschnittsbaby.

 

Bei den Testprodukten habe ich mich auf vier Marken beschränkt. Ich will ja nicht unsere ganze Wohnung mit Windeln dekorieren. Zudem macht es Sinn, dort Windeln zu kaufen, wo man ohnehin seine Einkaufsgewohnheiten verrichtet. Verglichen wurden jeweils die Nummer 3 für ein Babygewicht von 4-9 kg von Pampers Baby Dry, Lillydoo, My Baby (Coop Eigenmarke) und Milette (Migros Eigenmarke). Da wir von der Geburt unserer Perle an mit Pampers gefahren sind, habe ich während zwölf Tagen die drei anderen Marken getestet. Vier Tage und Nächte pro Marke. Die Testkriterien habe ich nicht nach standardisierten Laborverfahren ausgewählt, sondern nach meinem natürlichen Menschenverstand: Beschaffenheit und Gewicht des Materials, Handhabung, Passform, Saugfähigkeit und Haltbarkeit, Design und natürlich den Preis. Gerne gebe ich Euch nun mein absolut ehrliches Testergebnis preis:

 

Windeln im Bild: My Baby (o.l.), Milette (o.r.), Lillydoo (u.l.), Pampers Baby Dry (u.r.)

 

BESCHAFFENHEIT

Die Labors sind sich einig, dass alle vier Marken eine gute bis sehr gute Qualität aufweisen. Getestet wurde also nicht die Zusammensetzung der Materialien, sondern der Wohlfühlfaktor auf der Haut. Nimmt man die Windeln in die Hände, fällt direkt ein Unterschied auf: Während die beiden Eigenmarken My Baby und Milette einem Papier gleichen, fühlt sich die Pampers weicher und elastischer an. Sieger in diesem Punkt ist jedoch ganz klar die Windel von Lillydoo. Weich und kuschelig gleicht sie beinahe einem Kaschmirschal. Punkt für Lillydoo.

 

GEWICHT

Aus ökologischer Sicht in punkto Müllberg wurden die Windeln auf das Materialgewicht geprüft. Mit 23 gr Windelgewicht gewinnt ganz klar die Pampers, gefolgt von den beiden Marken My Baby und Milette mit jeweils 25 gr. Hinten in der Reihe liegt die Windel von Lillydoo mit 30 gr. Bei einem Durchnittsverschleiss von sechs Windeln pro Tag ergibt das einen jährlichen Abfall von 50 kg mit Pampers, 55 kg mit My Baby und Milette und 66 kg mit Lillydoo. Punkt für Pampers.

 

HANDHABUNG

Alle vier Windeln sind nach demselben Prinzip aufgebaut mit einer Binde in der Mitte, seitlichen Fächern für den Auslaufschutz und dem Klettverschluss für die Befestigung der Windel. Die beiden Klettverschlüsse sind bei My Baby und Milette im Vergleich zu Pampers und Lillydoo etwas stark festgeklebt, sodass man sie regelrecht auseinanderziehen muss, um sie mit der Bauchseite zu verbinden. Ansonsten sind alle vier Windeln identisch in der Handhabung. Punkt für Pampers und Lillydoo.

 

PASSFORM

Dieser Punkt ist natürlich individuell auf jedes Baby abzustimmen. Am besten passen ihr die Lillydoo, sehr dicht gefolgt von Pampers und My Baby. Absoluter Verlierer ist hier die Milette, in der unsere kleine Perle mehr schwimmt als sitzt. Punkt für Lillydoo.

 

SAUGFÄHIGKEIT UND HALTBARKEIT

Überraschung! Hier konnte kein Unterschied festgestellt werden. Alle Windeln wurden tagsüber im Durchschnitt bei sechs mal Wickeln gleich lange getragen. In der Nacht wird unsere Perle nicht gewickelt, also mussten sie rund zehn Stunden überstehen. Das haben alle vier Marken mit Bravur gemeistert. Punkt für alle also!

 

DESIGN

Hand aufs Herz: Das Design spielt bei einer Windel, die meistens unterhalb eines Bodys oder Höschens getragen wird, nicht wirklich eine Rolle. Da die Windel jedoch ständiger Begleiter des Babys ist und im Hochsommer gut und gerne auch nur in der Windel rumgehangen oder -gewatschelt wird, darf sie auch etwas fürs Auge hergeben. In diesem Sinne haben alle vier Marken ein Motiv aufgedruckt, was schon mal gut ist. Klarer Sieger für mich als Marketing Managerin mit Werbehintergrund ist hier die Marke Lillydoo mit ihren zuckersüssen Motiven, die man nach Belieben im Windelabo selber zusammenstellen kann. Auf dem zweiten Platz stehen die Pampers und My Baby, die ebenfalls niedliche Motive aufweisen. Etwas gar simpel gestaltet liegt die Windel von Milette auf dem dritten Platz. Punkt für Lillydoo.

 

PREIS

Dieses Kriterium ist etwas tückisch. Denn mit dem Windelabo von Lillydoo und den regelmässigen Aktionen für Pampers auf diversen Internetplattformen wie zum Beispiel windeln.ch oder die 3-für-2-Aktionen im Coop können die Preise natürlich variieren. Ausgehend vom Vollpreis sind die Marken My Baby und Milette mit je CHF 0.25 pro Windel klare Sieger, dicht gefolgt von Pampers mit CHF 0.33 und Rangletzter Lillydoo mit CHF 0.40. Unter Berücksichtigung der Sparmöglichkeiten siegt die Marke Pampers bei einer 3-für-2-Aktion mit CHF 0.22 pro Windel, während bei Lillydoo trotz Ermässigung von 25 % im Windelabo der Preis bei CHF 0.30 pro Windel liegt. Also immer noch teurer als My Baby und Milette, jedoch billiger als Pampers. In punkto Vollpreis gewinnen somit My Baby und Milette. Da die meisten Mamas jedoch ein Auge für Schnäppchen haben vergebe ich den Punkt bei diesem Testkriterium an die Pampers.

 

Wer jetzt schön mitgezählt hat kommt nun auf mein Testergebnis: Gold geht mit 5/7 Punkten an die Marke Lillydoo, Silber mit 4/7 Punkten an Pampers und Bronze mit jeweils 1/7 Punkten an My Baby und Milette. Wie gesagt wurde dieser Windeltest mit für uns wichtigen Kriterien an unserer kleinen Perle durchgeführt. Er ist somit weder repräsentativ noch auf die Goldwaage zu legen. Dennoch hoffe ich, Euch einen kleinen Einblick in die Unterschiede der vier Windelmarken gegeben zu haben. Falls es Euch hilft, Eure Windelauswahl einzugrenzen oder sogar eine Marke für euch auszusuchen, umso besser. Bleibt nur noch die Frage mit einem leichten Augenzwinkern: Was mache ich jetzt mit all diesen Windeln?

 

Bilder © Hotel Mama Mia

 

 

 

 

 

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